Wer sich in unseren Bäckerei-Fachgeschäften umsieht, dem fällt gleich auf: Dinkel ist beim Bräuer allgegenwärtig. Nicht nur, dass wir unsere beliebten Kekse mit Sinn mit feinem Dinkelmehl backen. Auch bei den Broten haben wir einige Dinkel-Spezialitäten auf der Dauer-Hitliste.

So gehören etwa die Vollkornbrote „Dinkel-Hans“ und „Dinkel-Greti“ fix zum Angebot unserer Backstube. Aber auch die Dinkel-Gärtnerin oder das Dinkel-Semmerl und Dinkelwecken, sowie das Sportlerweckerl  sind sehr beliebt.

Schon Hildegard von Bingen nannte Dinkel „das beste Getreidekorn“ und in der Analyse der Inhaltsstoffe kann Dinkel mit seinem Vitaminreichtum (A, E, B1, B2 und Niacin) sowie mit hochwertigen Eiweißen und komplexen Kohlenhydraten punkten.

Erst seit der Zunahme der biologischen Landwirtschaft hat das schon ein wenig in Vergessenheit geratene Dinkelkorn in Österreich wieder mehr Aufmerksamkeit. Dabei ist Dinkel so ein dankbares, robustes Getreide. Mit dem Weizen verwandt, darf sich Dinkel rühmen noch gesünder zu sein. Das durch Spelzen geschützte Korn ist besonders widerstandsfähig gegen schädliche Umwelteinflüsse.

In der Bräuer Backstube wird Bio UrDinkel direkt vor dem Backen stets frisch gemahlen. Das gibt den Vollkornprodukten die wertvollen Inhaltsstoffe und den feinen, nussigen Geschmack.

In der Küche kann heimischer Dinkelreis sehr gut den importierten Reis ersetzen und für gefüllte Gemüse, Aufläufe oder Laibchen verwendet werden.

Hoch dem Dinkel, sagt Ihr

Brotschafter Martin Bräuer

Wer einen Kuchen bäckt, hat meistens im Rezept auch eine Angabe dazu, wie viel Backpulver dazu notwendig ist, dass der Kuchen schön „aufgeht“. Und in der Regel funktioniert das dank der chemischen Bestandteile auch wunderbar. Warum nimmt man dann zum Brotbacken nicht auch das praktische Pulver aus dem Papiertütchen?

Schnelles Pulver

Dazu muss man wissen, dass Backpulver eigentlich aus der Not heraus erfunden wurde. Als Anfang des 19. Jahrhunderts Mehl knapp war und Hunger herrschte, erfand ein Chemiker das Backpulver, weil dafür nicht – wie beim Sauerteig – Mehl für den Gärprozess „abgezweigt“ werden musste. Hauptverantwortlich für die Wirkung des Backpulvers als Teigtriebmittel sind Natriumhydrogencarbonat (Natron) sowie Säuerungsmittel und Salze. – Alles für den Einsatz in der Lebensmittelverarbeitung geeignet. Im vorigen Jahrhundert setzte sich das praktische Pulverchen dann immer mehr durch. Und für einen schnellen Kuchen in der privaten Küche, ist dagegen auch gar nichts einzuwenden.

Sauerteig in der Backstube

In der Brot-Backstube aber, da werken wir genauso wie der Großvater, auch heute noch mit selbst gerührtem, natürlichen Sauerteig. Denn dieser ist für die Porenbildung und besonders für das Aroma ganz einfach die bessere Wahl. Natursauerteig ist auch für die Frischhaltung des Brotes von großer Bedeutung. Sauerteig braucht Zeit und Ruhe und die wollen wir unseren Broten geben. Dann sind sie bekömmlich, riechen und schmecken gut und das ganz allein mit natürlichen Zutaten. Als „Troadbäcker“ backen wir unser Brot mit  Mehl und Brotgewürzen zu 100 Prozent aus Oberösterreich.

Ein Hoch auf den Sauerteig, meint

Brotschafter Martin Bräuer

Es ist zwar schon eine Weile aus, dass Österreichs „Steirische Eiche“ Arnold Schwarzenegger siebenfacher Mister Olympia war, sein Ruf als Super-Sportler dürfte aber ungebrochen sein. Zumindest bei den Leserinnen und Lesern unserer Facebookseite. Dort baten wir kürzlich um eine Idee, wie wir unser neues Eiweißbrot nennen könnten und die meisten Likes entfielen auf „Arni“.

Also haben wir die Anregung aufgegriffen und „Arni – das Eiweißbrot“ gehört nun fix zum Sortiment der Bäckerei Bräuer Fachgeschäft in Freistadt, Altenberg und Reichenthal.

Was steckt nun drin im neuen Livestyle Brot, das diesem Namen auch gerecht wird?

Sojabohnen, Sojaschrot, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Traubenkernmehl sind die pflanzlichen Eiweiß-Energiebündel in „Arni“ und sorgen dafür, dass dieses Brot 80 Prozent weniger Kohlenhydrate mitbringt. Das macht „Arni“ zum idealen Begleiter von Low-Carb-Diäten, die vor allem am Abend  die  Kohlenhydrate weitgehend reduzieren. Mit 193 Kalorien auf 100 Gramm Brot ist „Arni“ dennoch ausreichend sättigend.

Roggenmehl, Roggenmalzmehl und Weizengluten geben dem Brot die erforderliche Konsistenz. Leinsamen fördern die Verdauung und verleihen dem Brot einen feinen, nussigen Geschmack.

„Arni“ ist ein weiterer Beitrag zu  unserer Spezialbrot-Linie, die mit Dinkel-Hans und Dinkel-Greti auch schon sehr prominente Mitglieder vorzuweisen hat 😊

Ich wünsche einen kraftvollen Frühling mit Arni & Co!

Ihr Brotschafter Martin Bräuer

PS: Noch bis Samstag gibt’s Arni in unseren Bäckerei-Fachgeschäften in Aktion um 3,20 statt 3,70 Euro!

Bild: (c)wildbild/kirchmaier

Wer für den Ostertisch allerlei Köstlichkeiten eingekauft hat, steht vielleicht diese Woche vor der Frage: Wohin mit den Resten? Wertvolle Lebensmittel werden meiner Meinung nach auch nach ein paar Tagen noch geschätzt und daher kann eine sinnvolle Resteverwertung auch als Ansporn für Kreativität in der Küche gelten.

Unsere großen God’nkipferl, die am Ostersonntag zum Kaffeetisch oder schon zum Frühstück kredenzt wurden, sind oft am nächsten oder übernächsten Tag nach dem Fest auf ein „Scherzel“ zusammengeschrumpft. Daraus lässt sich nun eine köstliche Nachspeise zubereiten.

Im Buch „Kochen mit Brotresten“ von Helene Brandstätter (Leopold Stocker Verlag) hab‘ ich das Rezept für einen Kipferlschmarrn entdeckt, der sehr gut auch mit dem Rest vom God‘nkipferl abgewandelt werden kann. Den Zucker kann man in diesem Fall weglassen und statt der Frühstückskipferl schneidet man den Rest vom God’nkipferl in Scheiben.

Dazu passen Marillenröster, wie von Helene empfohlen, oder auch sehr gut eine Portion Preiselbeeren.

Gutes Gelingen! Wünscht

Brotschafter Martin Bräuer

Zum Brotbacken muss man sich Zeit nehmen. Das ist das oberste Gebot in unserer Handwerksbackstube. Denn das Herzstück eines guten Brotes ist der Sauerteig und der muss in vielen Stunden reifen und rasten.

Besonders brauchen echte Vollkornbrote die Kraft des Sauerteiges, damit diese trotz des schwereren Vollkornmehles gut aufgehen und eine feine Krume bekommen. Der Sauerteig ist aber auch für den feinen aromatischen Geschmack des Brotes verantwortlich. Und schließlich bleiben Sauerteigbrote auch länger frisch.

Beim heutigen Rezepttipp haben wir die Langsamkeit des Brotes mit der Schnelligkeit der asiatischen Küche zusammengetan. Aus Helene Brandstätters Buch „Kochen mit Brotresten“ stammt der Brot-Wok mit Gemüse. Statt Reis ist dabei Brot mit an Bord und ruck-zuck ist ein g’schmackiges Mittagessen fertig.

Guten Appetit, wünscht

Brotschafter Martin Bräuer

PS. Erhältlich ist das Buch „Kochen mit Brotresten“ im gut sortierten Buchhandel und im MÜK in Freistadt.