Zum Welttag des Brotes (16. Oktober) machen wir Handwerksbäcker auf unser umfangreiches Sortiment aufmerksam. Zum Handwerk gehören sowohl alte, überlieferte Brote und Backwaren als auch neue innovative Rezeptkreationen.

Dass es den Welttag des Brotes gibt, ist für mich eine Anerkennung unserer Arbeit und unserer Produkte. Er rückt unser tägliches Brot ins Rampenlicht.

Erfreulich ist, dass auch die Bäckerlehre nach wie vor attraktiv ist. Und wir haben in Oberösterreich einzigartige und zukunftsweisende Ausbildungsstätten für unseren Berufsnachwuchs. Oberösterreich ist nämlich mit der neu ausgebauten Berufsschule 10 in Linz und der HTL für Lebensmitteltechnologie in Wels das Kompetenzzentrum in der Ausbildung im Bäckerhandwerk.

Schon jetzt möchte ich junge Leute einladen, die Möglichkeit, in unserem Betrieb Schnuppertage zu absolvieren, zu nutzen. Wir freuen uns auf interessierten Nachwuchs und bilden gerne Bäckerinnen und Bäcker aus. Schreiben Sie uns einfach ein E-Mail, wir melden uns gerne zurück zur Terminvereinbarung: kundenservice@naturbaecker.at

Ihr Brotschafter Martin Bräuer

Fotocredits: WKÖ, Bräuer

„Es braucht zumeist nicht viel, um aus einer gewöhnlichen Scheibe Brot ein kleines Festmahl zu machen“, so heißt es im Klappentext eines Buches, das ich Ihnen heute vorstellen möchte:

Aufs Brot – Aufstriche und mehr von Maik Schacht*

Der studierte Biologe und gelernte Koch arbeitet als Foodstylist und ist Autor zahlreicher Kochbücher.

Auch das beste Brot der Welt kommt ab und zu gerne mit einem feinen Aufstrich daher. Nur wenige Zutaten genügen, um einen leckeren Brotaufstrich zuzubereiten. Egal ob süß oder salzig, warm oder kalt, vegetarisch oder mit Fleisch, dieses Buch bietet die ganze Vielfalt an Brotaufstrichen für alle Gelegenheiten. Als Fingerfood auf einer Party, als Lunch in der Mittagspause – oder einfach als schmackhafter kleiner Luxus um samstagmorgens das Wochenende einzuläuten – da will man keine Brotzeit mehr verpassen.

Vom Obatzten bis zur Dattelcreme, von der Tapenade bis zum Chutney reicht die Vielfalt an Aufstrichrezepten in diesem Buch. Probieren Sie aus, was Ihnen am besten schmeckt und welches unserer Brote – vom klassischen Steinofenbrot bis zum Walnussbrot – sich mit welchem Aufstrich noch krönen lässt.

Guten Appetit wünscht

Brotschafter Martin Bräuer

*Matthaes Verlag, Stuttgart 2015, 160 Seiten, Hardcover ISBN 978-3-87515-403-0, 20,50 €

Mit vielen netten Gesprächen ging am vergangenen Freitag unser Jubiläumsfest in Altenberg über die Bühne. Sogar Bürgermeister Ferdinand Kaineder stellte sich als Gratulant ein und an den Kaffeetischen sowie beim Schaumrollenbacken herrschte reger Betrieb – auch wenn das Wetter nicht ganz so mitspielte, wie wir es uns gewünscht hätten.

Seit zehn Jahren sind wir in Altenberg mit einer eigenen Filiale vertreten und wir freuen uns über viele treue Stammkund/innen. Herzlichen Dank an alle, die echtes Handwerksgebäck zu schätzen wissen und sich von unseren Broten und Mehlspeisen immer wieder aufs Neue verwöhnen lassen,

sagt Brotschafter Martin Bräuer

Wer echtes Brot mit Sauerteig bäckt, braucht Erfahrung, das Gespür für Zeit und Ruhe im Reifeprozess und natürlich wertvolle Zutaten. Für mich als Naturbäcker gibt es keine Back-Fertigmischungen und keine künstlichen Zusatzstoffe.

Ich habe meine Leidenschaft für gutes Brot schon vom Urgroßvater mitbekommen. Wie ich den elterlichen Betrieb übernommen habe, war ich  21 Jahre alt und einer der jüngsten Bäckermeister weit und breit. Natürlich haben auch wir in unserer Backstube so manches modernisiert und uns technische Neuerungen zu Nutze gemacht. Aber eines haben meine Frau Brigitta und ich nie aus den Augen verloren: Die Kunst, echtes und wirklich wertvolles Brot zu machen mit selbst gezogenem Sauerteig.

Brot als Synonym für das Leben.

Wie echter Sauerteig entsteht

In unserer Backstube setzen wir auf die sogenannte dreistufige Sauerteigführung. Dabei wird vom reifen Vollsauer ein kleiner Teil, das Anstellgut, abgenommen. Der sogenannte Anstellsauer wird mit Mehl und Wasser angefrischt. Nach einer Stehzeit von drei bis fünf Stunden und einer neuerlichen Zugabe von Mehl und Wasser spricht man von Grundsauer. Innerhalb von etwa sechs Stunden entwickeln sich Sauerteighefen und Milchsäurebakterien bei 25C° bis 28C° kräftig weiter. Nach einer weiteren Zugabe von Mehl und Wasser reift nun der Vollsauer heran. Neben der Milchsäure entwickelt sich vor allem die Triebkraft der Hefen bei Temperaturen um 30C°. Nach weiteren drei Stunden ist der Vollsauer ausgereift und somit die Voraussetzung für Bräuer´s Sauerteigbrote geschaffen. Nun kann der Brotteig gemischt werden.

Der Wert der Rohstoffe

Wenn man das leicht säuerliche, nach Gewürzen duftende Brot in Händen hält, sollte einem immer bewusst sein, welch wertvolles Lebensmittel aus Getreide hier entstanden ist. Getreide, das auf heimischen Feldern gewachsen und in regionalen Mühlen mit großer Sorgfalt gemahlen wird. So haben wir es in der Vergangenheit gehalten und so machen wir es auch in Zukunft. Darauf können sich unsere Kunden verlassen,

Ihr Brotschafter Martin Bräuer

Wer Wert auf gutes Brot legt, oder sogar selber Brot backen möchte, interessiert sich klarerweise auch für die Inhaltsstoffe. Was ist da eigentlich alles drinnen? Diese Frage war auch bei unserem Brotbackworkshop im Museumsdorf gleich als erstes zu hören. Und dann staunen gerade junge Leute, wenn ich Ihnen sage: Mehl, Wasser, Gewürze und sonst nichts.

Zum Brotbacken werden hauptsächlich drei Getreidearten verwendet – Roggen, Weizen und Dinkel. Welches Getreide zu welchem Gebäck am besten passt, zeigt sich im kleinen Unterschied zwischen den Sorten.

Roggen gilt als das härteste Getreide. Er gedeiht auch auf kargeren Böden und sogar in Gebirgsregionen kann man Roggen kultivieren. Klassisches Schwarzbrot, wie man es in Österreich und Deutschland kennt, kommt nicht ohne Roggen aus.

Weizen gehört eigentlich zur Familie der Gräser und dürfte das erste Getreide gewesen sein, das der Mensch für sich nutzen konnte. Weizen gedeiht in wärmeren Klimagebieten, aber etlichen Sorten gefällt es auch im kühleren Norden sehr gut. Hartweizen findet hauptsächlich bei der  Nudelerzeugung und bei der Herstellung von Grieß Verwendung. Weichweizen wird vorwiegend als Mehl für Brot und Backwaren verwendet.

Dinkel ist eng mit dem Weichweizen verwandt. Er gilt aber als deutlich anspruchsloser und robuster, weil er aus alten Getreidesorten wie Einkorn und Emmer abgeleitet wurde. Da Dinkel etwas aufwändiger in der Verarbeitung ist (die Körner sind fest mit den Spelzen verwachsen), ging seine Produktion im vorigen Jahrhundert deutlich zurück. Erst durch die steigenden Bio-Ackerflächen erlebt der bescheidene aber umso geschmackvollere Dinkel eine Renaissance.

Wir beziehen unser Mehl aus der Troadbäckermühle Dirneder und das Dinkelmehl mahlen wir sogar direkt in der Backstube, damit es frisch und mitsamt dem wertvollen Keimling ins Brot und in unsere Kekse kommt.

Wohl bekomm’s, wünscht Ihr Brotschafter Martin Bräuer

Wer sich in unseren Bäckerei-Fachgeschäften umsieht, dem fällt gleich auf: Dinkel ist beim Bräuer allgegenwärtig. Nicht nur, dass wir unsere beliebten Kekse mit Sinn mit feinem Dinkelmehl backen. Auch bei den Broten haben wir einige Dinkel-Spezialitäten auf der Dauer-Hitliste.

So gehören etwa die Vollkornbrote „Dinkel-Hans“ und „Dinkel-Greti“ fix zum Angebot unserer Backstube. Aber auch die Dinkel-Gärtnerin oder das Dinkel-Semmerl und Dinkelwecken, sowie das Sportlerweckerl  sind sehr beliebt.

Schon Hildegard von Bingen nannte Dinkel „das beste Getreidekorn“ und in der Analyse der Inhaltsstoffe kann Dinkel mit seinem Vitaminreichtum (A, E, B1, B2 und Niacin) sowie mit hochwertigen Eiweißen und komplexen Kohlenhydraten punkten.

Erst seit der Zunahme der biologischen Landwirtschaft hat das schon ein wenig in Vergessenheit geratene Dinkelkorn in Österreich wieder mehr Aufmerksamkeit. Dabei ist Dinkel so ein dankbares, robustes Getreide. Mit dem Weizen verwandt, darf sich Dinkel rühmen noch gesünder zu sein. Das durch Spelzen geschützte Korn ist besonders widerstandsfähig gegen schädliche Umwelteinflüsse.

In der Bräuer Backstube wird Bio UrDinkel direkt vor dem Backen stets frisch gemahlen. Das gibt den Vollkornprodukten die wertvollen Inhaltsstoffe und den feinen, nussigen Geschmack.

In der Küche kann heimischer Dinkelreis sehr gut den importierten Reis ersetzen und für gefüllte Gemüse, Aufläufe oder Laibchen verwendet werden.

Hoch dem Dinkel, sagt Ihr

Brotschafter Martin Bräuer

Wer einen Kuchen bäckt, hat meistens im Rezept auch eine Angabe dazu, wie viel Backpulver dazu notwendig ist, dass der Kuchen schön „aufgeht“. Und in der Regel funktioniert das dank der chemischen Bestandteile auch wunderbar. Warum nimmt man dann zum Brotbacken nicht auch das praktische Pulver aus dem Papiertütchen?

Schnelles Pulver

Dazu muss man wissen, dass Backpulver eigentlich aus der Not heraus erfunden wurde. Als Anfang des 19. Jahrhunderts Mehl knapp war und Hunger herrschte, erfand ein Chemiker das Backpulver, weil dafür nicht – wie beim Sauerteig – Mehl für den Gärprozess „abgezweigt“ werden musste. Hauptverantwortlich für die Wirkung des Backpulvers als Teigtriebmittel sind Natriumhydrogencarbonat (Natron) sowie Säuerungsmittel und Salze. – Alles für den Einsatz in der Lebensmittelverarbeitung geeignet. Im vorigen Jahrhundert setzte sich das praktische Pulverchen dann immer mehr durch. Und für einen schnellen Kuchen in der privaten Küche, ist dagegen auch gar nichts einzuwenden.

Sauerteig in der Backstube

In der Brot-Backstube aber, da werken wir genauso wie der Großvater, auch heute noch mit selbst gerührtem, natürlichen Sauerteig. Denn dieser ist für die Porenbildung und besonders für das Aroma ganz einfach die bessere Wahl. Natursauerteig ist auch für die Frischhaltung des Brotes von großer Bedeutung. Sauerteig braucht Zeit und Ruhe und die wollen wir unseren Broten geben. Dann sind sie bekömmlich, riechen und schmecken gut und das ganz allein mit natürlichen Zutaten. Als „Troadbäcker“ backen wir unser Brot mit  Mehl und Brotgewürzen zu 100 Prozent aus Oberösterreich.

Ein Hoch auf den Sauerteig, meint

Brotschafter Martin Bräuer

Es ist zwar schon eine Weile aus, dass Österreichs „Steirische Eiche“ Arnold Schwarzenegger siebenfacher Mister Olympia war, sein Ruf als Super-Sportler dürfte aber ungebrochen sein. Zumindest bei den Leserinnen und Lesern unserer Facebookseite. Dort baten wir kürzlich um eine Idee, wie wir unser neues Eiweißbrot nennen könnten und die meisten Likes entfielen auf „Arni“.

Also haben wir die Anregung aufgegriffen und „Arni – das Eiweißbrot“ gehört nun fix zum Sortiment der Bäckerei Bräuer Fachgeschäft in Freistadt, Altenberg und Reichenthal.

Was steckt nun drin im neuen Livestyle Brot, das diesem Namen auch gerecht wird?

Sojabohnen, Sojaschrot, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Traubenkernmehl sind die pflanzlichen Eiweiß-Energiebündel in „Arni“ und sorgen dafür, dass dieses Brot 80 Prozent weniger Kohlenhydrate mitbringt. Das macht „Arni“ zum idealen Begleiter von Low-Carb-Diäten, die vor allem am Abend  die  Kohlenhydrate weitgehend reduzieren. Mit 193 Kalorien auf 100 Gramm Brot ist „Arni“ dennoch ausreichend sättigend.

Roggenmehl, Roggenmalzmehl und Weizengluten geben dem Brot die erforderliche Konsistenz. Leinsamen fördern die Verdauung und verleihen dem Brot einen feinen, nussigen Geschmack.

„Arni“ ist ein weiterer Beitrag zu  unserer Spezialbrot-Linie, die mit Dinkel-Hans und Dinkel-Greti auch schon sehr prominente Mitglieder vorzuweisen hat 😊

Ich wünsche einen kraftvollen Frühling mit Arni & Co!

Ihr Brotschafter Martin Bräuer

PS: Noch bis Samstag gibt’s Arni in unseren Bäckerei-Fachgeschäften in Aktion um 3,20 statt 3,70 Euro!

Bild: (c)wildbild/kirchmaier

Wer für den Ostertisch allerlei Köstlichkeiten eingekauft hat, steht vielleicht diese Woche vor der Frage: Wohin mit den Resten? Wertvolle Lebensmittel werden meiner Meinung nach auch nach ein paar Tagen noch geschätzt und daher kann eine sinnvolle Resteverwertung auch als Ansporn für Kreativität in der Küche gelten.

Unsere großen God’nkipferl, die am Ostersonntag zum Kaffeetisch oder schon zum Frühstück kredenzt wurden, sind oft am nächsten oder übernächsten Tag nach dem Fest auf ein „Scherzel“ zusammengeschrumpft. Daraus lässt sich nun eine köstliche Nachspeise zubereiten.

Im Buch „Kochen mit Brotresten“ von Helene Brandstätter (Leopold Stocker Verlag) hab‘ ich das Rezept für einen Kipferlschmarrn entdeckt, der sehr gut auch mit dem Rest vom God‘nkipferl abgewandelt werden kann. Den Zucker kann man in diesem Fall weglassen und statt der Frühstückskipferl schneidet man den Rest vom God’nkipferl in Scheiben.

Dazu passen Marillenröster, wie von Helene empfohlen, oder auch sehr gut eine Portion Preiselbeeren.

Gutes Gelingen! Wünscht

Brotschafter Martin Bräuer

Zum Brotbacken muss man sich Zeit nehmen. Das ist das oberste Gebot in unserer Handwerksbackstube. Denn das Herzstück eines guten Brotes ist der Sauerteig und der muss in vielen Stunden reifen und rasten.

Besonders brauchen echte Vollkornbrote die Kraft des Sauerteiges, damit diese trotz des schwereren Vollkornmehles gut aufgehen und eine feine Krume bekommen. Der Sauerteig ist aber auch für den feinen aromatischen Geschmack des Brotes verantwortlich. Und schließlich bleiben Sauerteigbrote auch länger frisch.

Beim heutigen Rezepttipp haben wir die Langsamkeit des Brotes mit der Schnelligkeit der asiatischen Küche zusammengetan. Aus Helene Brandstätters Buch „Kochen mit Brotresten“ stammt der Brot-Wok mit Gemüse. Statt Reis ist dabei Brot mit an Bord und ruck-zuck ist ein g’schmackiges Mittagessen fertig.

Guten Appetit, wünscht

Brotschafter Martin Bräuer

PS. Erhältlich ist das Buch „Kochen mit Brotresten“ im gut sortierten Buchhandel und im MÜK in Freistadt.